|

Ein neues Jahr hat begonnen. Das fühlt sich für mich immer so herrlich erfrischend an. Abschied vom alten Jahr. Hoffnungsvoll schaut man ins neue Jahr und macht sich Gedanken, was es wohl mit sich bringt. Ein paar Dinge sind schon geplant, wie die Einschulung von Alina, unser Urlaub, eventuell eine neue Küche, Zimmertausch [Alinas Kinderzimmer mit dem Arbeitszimmer], einige runde Geburtstage, neben dem weiteren Abspecken (3kg sind runter ;) eventuell mit dem Cheerleading wieder anfangen (zu Melli rüber wink ;)... andere Dinge lassen wir einfach auf uns zukommen.
Rückblickend aufs alte Jahr war es ein gutes Jahr. Es gab viele schöne Momente. Ich bin von meinem alten Blog hier her gezogen. Das Bloggen hat für mich zwei Seiten. Zum einen ist es toll, dass man seine Scrapentwicklung & ein bisschen vom Alltag festhält. Zum anderen setze ich mich ab und an damit unter Druck. Einige Blogs, die ich schon teilweise seit Jahren lese (z.B. von mywiel's ), werden seit Monaten gar nicht mehr gefüllt. Dann denke ich, dass es schade ist, andererseits zeigt es mir, dass ich nicht die Einzigste bin, der das Bloggen manchmal zeitlich einfach schwer fällt. Man hat so viele Dinge (Vollzeitjob, Kind, Haushalt) im Alltag zu bewältigen und man braucht auch die Zeit, um sich davon zu erholen und Kraft für neue Dinge zu schöpfen. Da bleibt fürs Scrappen schon wenig Zeit und zum Bloggen dann fast gar keine Zeit mehr übrig. Zum anderen (das überwiegt immer wieder) finde ich es sooo schön, ein Stück vom Leben festzuhalten (ich besitze alte Tagebücher von mir und wenn ich sie so durch blättere, bin ich froh darüber, sie damls geschrieben zu haben). Für mich, für mein Kind, für meine Familie. Und genau das ist dann mein Antrieb, wenn ich einfach mal ne Blogpause nehmen möchte. Ich nehm mir vor weniger zu schreiben, und nach ein paar Tagen halte ich es dann sowieso nicht mehr aus. Außerdem habe ich vor ein paar Tagen auf Sylivias Blog gelesen, dass sie die ersten 3 Jahre ihres Blogs als Buch hat drucken lassen. Das werd ich dann auch irgendwann mal in Angriff nehmen. Also wird’s hier weiter gehen, mal mehr - mal weniger, aber es geht weiter.
Dann habe ich in 2009 einige schöne Bücher gelesen. Angefangen mit „Die Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafón, über „Gut gegen Nordwind“ und „Alle sieben Wellen“ von Daniel Glattauer; „Das Bernsteinamulett“ von Peter Prange; 2 Bücher über Hunde von Martin Rütter von Ceasar Millan "Einfache Maßnahmen für die gelungene Beziehung zwischen Mensch und Hund". Und natürlich nicht zu vergessen die Twilight Saga Teil 1 bis 3 (Ok beim Dritten bin ich noch). Ich glaube, so viel habe ich noch nie gelesen, aber es hat sich als prima Einschlafmethode entwickelt.
Neben den Büchern fallen mir tolle Konzerte ein, die ich/wir dieses Jahr besucht haben: The Killers, P!nk, Depeche Mode & Coldplay.
2009 habe ich begonnen, meine gescrappten Sachen erst privat, dann bei Dawanda zu verkaufen. Da kommt auch schon wieder das große Zeitproblem, aber ich lass es ruhig angehen. Mal sehen, was 2010 für mich bereithält.
Dann haben wir einen großen Schritt gewagt und uns einen Hund aus dem Tierheim geholt. Am 10.01. ist er ein Jahr bei uns. Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass es einfach war. Unser Scotty war kein einfacher Hund, wie sich schon bald in der Welpenschule herausstellte. Und die Beziehung zu ihm ( außerhalb unserer 4 Wände) war zum Teil einfach nur noch Stress pur. Wir haben so viele Dinge ausprobiert. Nun können wir aber sagen, dass wir unsere Probleme mit dem Hund gut im Griff bekommen haben, Dank eines ausgezeichneten Hundetrainers. Falls jemand Bedarf hat, können wir die Hundeschule Veith Gowin nur wärmstens empfehlen. Ich habe ja nun einige Hundeerziehungsbücher gelesen. Trotzdem war das Entscheidende nicht dabei. Scotty ist zudem auch ein harter Brocken, sprich der sturste Hund der Welt. Der Schlüssel war, dass wir ihn 14 Tage ignorieren, nicht streicheln und nicht mit ihm reden sollten. Und genau das hätten wir gleich in den ersten 14 Tagen machen sollen. Beim Lesen der Bücher habe ich ein großes Interesse an Hunde und deren Denkensweise entwickelt. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, bin ich unserem Hund Scotty wirklich dankbar. Denn dieses Wissen über Hunde hat mich sehr bereichert. Ich habe eine “Liebe“ entdeckt, von der ich vorher gar nicht wusste, dass es sie gibt. Nun hoffen wir, auf eine innige Beziehung und dass unser Scotty ein erfülltes Hundeleben haben wird.
Neben diesen schönen Dingen sind auch traurige Dinge passiert. Ein Familienmitglied ist gegangen und mit ihm auch ein ganzes Stück Familie. Weil nichts mehr danach sein kann, wie es vorher war. Grad zu Weihnachten hat man es deutlich gemerkt. Leider ist der Abstand zu anderen Familienmitglieder größer geworden. Ich versuche meine Kindheitserinnerung frisch zu halten und habe meinen Mut zusammen genommen und meinem Opa einen Brief geschrieben. Seit meine Omi vor 5 Jahren gestorben ist und er mit einer anderen Frau zusammen lebt, entfernt er sich immer weiter von uns. Und meine Seite der Familie ist schon so klein. Umso trauriger bin ich darüber. Ich werde sehen, was das neue Jahr bringt.
Beruflich hatte ich auch eine leichte Krise, da ich in meiner Arbeit einfach nicht so aufgehen kann, wie bei der Produktion der Dawanda Projekte zum Beispiel. Es wird mir immer deutlicher, dass ich beruflichen den falschen Weg (auch wenn er relativ sicher und gut bezahlt ist) gewählt habe. Aber man muss heutzutage dankbar sein, dass es einem gut geht. Erfüllung im Beruf ist eben nicht vielen Menschen gegeben. Es gibt schlimmere Dinge.
Aber gut, nun hab ich das Jahr noch mal nieder geschrieben und somit auch wieder ein Stück meines Lebens.Ich wünsche euch allen da draußen ein wundervolles und gesundes neues Jahr!
|